Konsens ist auch keine Lösung – vier Musiknerds, kein Skript und die Hoffnung, dass wenigstens einer denselben Song gut findet.
StammFish Nummer 7! Lars, Stefan, Ludger und Markus sitzen wieder zusammen, empfehlen sich gegenseitig Musik und versuchen anschließend zu verstehen, was zum Teufel die anderen daran finden. Natürlich respektvoll. Meistens. Schließlich wollen wir unseren musikalischen Horizont erweitern, auch wenn der sich gelegentlich von innen gegen die Tür stemmt.
Zurück in die Musikgeschichte – bitte nichts anfassen!
Diesmal stellt Ludger die Einstiegsfrage: Welche zehn Minuten der Musikgeschichte würdet ihr gern persönlich miterleben? Plötzlich stehen wir mit Rick Rubin und Danzig im Studio, bei Depeche Mode im Rose Bowl oder vor einem ausverkauften Bad-Religion-Konzert. Woodstock lockt ebenfalls, sofern man auf historische Schwingungen und sehr schlechtes Camping steht. Dass manche von uns die Zeitmaschine lieber zur nachträglichen Verhinderung bestimmter Bands nutzen würden, war leider absehbar.
Die Suche nach dem Konsensalbum geht weiter. Die Erfolgsaussichten bleiben unübersichtlich.
Mit Cardinals, mary in the junkyard und Margaret Glaspy landen ziemlich unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch. Wir reden über Akkordeons, aufdringliche Gitarren, Stimmen, die einem direkt ins Ohr kriechen, und die Frage, warum Musik für den einen emotionaler Volltreffer und für den anderen bloß sympathisches Hintergrundgeräusch ist.
Unsere eigentliche Hausaufgabe liefert TWIN NOIR: Zwischen Punk, Elektronik, düsteren Sounds und unbedingtem Tanzdrang diskutieren wir, wie frisch die Achtziger heute klingen können. Stefan und Markus wollen am liebsten die Möbel aus dem Fenster werfen und lostanzen. Lars sucht eher Leid und Abgründe, möchte dabei aber bitte nicht auf die Tanzfläche gezerrt werden. Ludger hört derweil sehr genau hin, bevor hier irgendjemand leichtfertig zehn Punkte verteilt.
Lieblingsplatten, lebende Legenden und erstaunliche Bildungslücken
Warum bleibt Robert Smith für uns so großartig? Wann sollte man alte Aufnahmen neu machen – und wann lieber ihre lieb gewonnenen Macken in Ruhe lassen? Über The Cure, die Toten Hosen, Placebo und Pink Floyd geraten wir mitten in die Frage, ob Musiknerds eigentlich alle großen Klassiker gehört haben müssen. Es folgen Geständnisse, die andernorts vermutlich zum Entzug des Plattenspielers führen würden. Ludger erklärt unterdessen, warum „Born to Run“ als Rechtfertigung für die Existenz der Menschheit durchaus ausreicht.
Und dann wird’s ernst. Auch ohne Einigkeit.
Von Ikimels Provokationen führt uns das Gespräch zur Debatte um Danger Dan und das ZDF: Wo endet künstlerische Zuspitzung, wann hören wir einen Gewaltaufruf – und legen wir dieselben Maßstäbe an, wenn uns die politische Haltung dahinter nicht gefällt? Wir widersprechen uns deutlich, fragen nach und diskutieren über Kunstfreiheit, Selbstverteidigung und Verantwortung.
Auch KI-Musik beschäftigt uns: Was möchten wir darüber wissen, wie ein Song entstanden ist? Und was passiert mit unserer Begeisterung, wenn ausgerechnet die berührendste Stelle von einer Maschine stammt?
Zum Durchatmen erzählt Ludger vom Gent Jazz und den Alabama Shakes, Admiral Freebie sorgt für überraschende Zustimmung, und die Vergabe der nächsten Hausaufgaben entwickelt sich zu einer mittelschweren Verfahrenskrise.
Setzt euch dazu, hört mit und widersprecht uns gern: Welches Album könnte uns alle vier begeistern? Wir nehmen Vorschläge entgegen. Und anschließend auseinander.
Disclaimer: Aufgezeichnet am 20. Juli. Die besprochenen Debatten beziehen sich auf den Stand zum Aufnahmezeitpunkt.
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RUBRIK: Die Hausaufgabe
Lars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird. Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt immer jede Menge Gesprächsstoff!
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Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 53: >>
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